Mach mal Winterpause

24. Februar 2018

Machen wir uns nichts vor: der Teenager als solcher hat eine leichte Neigung zur Faulheit. Ich spreche da aus Erfahrung, schließlich war ich auch mal jung. Fußballer machen da keine Ausnahme. Verstärkt tritt diese Neigung in der Winterpause auf. Sätze wie „Bohh ist das kalt! Da kann ich nicht trainieren!“ oder „Es wird so früh dunkel, man sieht den Ball gar nicht!“ oder auch „Ich bleib auf der Couch und mach meinen Winterschlaf“ gehören zum Standardrepertoire jedes Jugendspielers. Umso überraschter und begeisterter waren wir dann in dieser Winterpause von unseren Jungs der B1. Trainingsbeteiligung und Fleiß in der Halle und draußen waren und sind extrem hoch. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen und dabei zu sein. Und sogar die eigentlich ungeliebten 10 Spinning-Termine im Vitaldorv Eisental haben alle Spieler begeistert mitgemacht. Na gut, ersetzen wir „begeistert“ durch „nicht ganz freiwillig“. Aber ob die Herren es nun glauben oder nicht, diese 10 Pflichttermine, mit 30 Minuten Spinning und 30 Minuten Ganzkörper-Workout an den elastischen Gurten, bringen eine ganze Menge. Vielen Dank nochmal an Nadja Dresel und das Vitaldorv-Team.

Natürlich haben wir auch gekickt. Und in der Halle waren wir richtig gut drauf. Hochkonzentriert wurde bei den Hallenbezirksmeisterschaften toller Fußball gezeigt. Von den 5 Vorrundenspielen wurden 4 souverän gewonnen, nur gegen Sinzheim gab es eine 1:4 Niederlage, was aber nichts an Platz 1 änderte. Und genau diesen Platz 1 hatten wir uns dann auch für die Endrunde vorgenommen. Und wir waren verdammt nah dran! Nach Siegen gegen Sinzheim, Würmersheim und Obertsrot, sowie einem Unentschieden gegen Mörsch, kam es dann zu einem echten Endspiel um den Turniersieg gegen Kuppenheim. Was für eine Schlacht! Diese 12 Minuten boten alles was diesen Sport so schön macht: feinste Technik, tolle Spielzüge, blitzsaubere Tore, überragender Kampf- und Teamgeist! Super! Die knappe 1:2 Niederlage war ärgerlich aber kein Beinbruch.

Keinen Deut schlechter präsentierte sich die Truppe bei den Vorbereitungsspielen im Freien. Zweimal spielten wir gegen Verbandsligisten. In Kuppenheim zeigten wir dabei eine überragende 1. Halbzeit, an deren Ende wir mit einer völlig verdienten 3:0 Führung in die Pause gingen. Dass wir dann noch 3:4 verloren haben, lag nicht an der spielerischen Klasse des Gegners, da konnten und können wir problemlos mithalten. Es lag am Kopf und dem Gedanken: „3:0. Was soll denn da noch passieren?“ Jungs, so was passiert, wenn man 40 Minuten hellwach ist und dann 40 Minuten Winterschlaf hält. Aber die Burschen sind ja lernfähig. Das haben sie dann in Freiburg, beim PTSV Jahn, bewiesen. 80 Minuten Powerfußball mit vorbildlichem Anlaufen, Gegenpressing, taktischer Disziplin und tollen Spielzügen führten zu einem klaren 4:1 Sieg. Die Spiele gegen die beiden Bezirksligisten Schutterwald und Bühlertal wurden klar und souverän mit 8:0 beziehungsweise 4:1 gewonnen. Vor allem das Spiel gegen Bühlertal war ein rassiges Lokalderby, bei dem es auch zur Sache ging. Es blieb aber alles im Rahmen. Und Hey, wir spielen Fußball, da kann es schon mal passieren, dass man einen auf die Socken kriegt. Wer das nicht ab kann, soll es mit Curling versuchen. Wobei beim Curling dann bestimmt auch wieder der Satz kommt: “Bohh ist das kalt! Da kann ich nicht trainieren!“

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Trend der Vorrunde in der Winterpause ganz klar fortgesetzt hat. Hier ist eine Mannschaft zusammengewachsen, die auf und neben dem Platz füreinander da ist, die begeisternd Fußball spielen kann und mit der es Spaß macht zu arbeiten.

Jungs, macht in der Rückrunde genau so weiter!

SZ