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Eine turbulente Woche liegt hinter den Verantwortlichen des VfB Bühl. Die Jugendabteilung unter Erhard Reith hat an fünf Turniertagen 14 Einzelturniere mit mehr als 130 Mannschaften in allen Altersklassen veranstaltet. Am Dienstag gab es eine emotionsgeladene Vorstandsitzung, die letztendlich am Mittwoch mit dem Rücktritt des Vorsitzenden Hansjörg Willig gipfelte.
Am Freitag dann der sportliche Höhepunkt der Bühler Hallenwoche, der Hans-Trautmann-Cup. Zwölf Mannschaften aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften um den Turniersieg. In der Gruppe A machte der VfB Bühl schnell deutlich, dass er zurecht als einer der Favoriten auf den Sieg gehandelt wurde. Mit vier Siegen und einem Unentschieden (1:1 gegen den SV Sinzheim) wurde das Team von Trainer Norbert Weisbrod klar Erster der Gruppe. Spannend war der Kampf um Platz zwei. Letztendlich setzte sich der Bezirksligist FV Ottenhöfen mit dem Bühler Urgestein Tilo Schmidt auf der Trainerbank gegen die Landesligisten aus Sinzheim und Gamshurst durch. Mit Sebastian Hock (6 Tore) stellte Ottenhöfen auch den besten Torschützen des Turniers.
In der Gruppe B zeigte Bezirksligist und Pokalverteidiger SV Freistett, dass er in der Halle zu den stärksten Teams der Region gehört. Spielertrainer Marko Kesch, lange Jahre Spielführer beim VfB Bühl, hatte sein Team gut eingestellt und mit Michael Govaert auch einen absoluten Hallenspezialisten in seinen Reihen. Govaert wurde von den Trainern der teilnehmenden Mannschaften zum besten Spieler des Turniers gewählt. Knapp dahinter folgten Sebastian Keller (SV Bühlertal) und Sener Hacalar (VfB Bühl).
Der SV Bühlertal trat mit einer sehr jungen aber eminent spielstarken Mannschaft an. Die Keller-Brüder Sebastian, Max, Philipp und Moritz bildeten das Gerüst des Teams. Die Mannschaft vom Mittelberg zeigte sich als Spezialist für späte Tore, denn im entscheidenden Vorrundenspiel gegen den 1. SV Mörsch erzielte Johannes Pfeiffer erst 13 Sekunden vor Schluss das Tor zum 1:1, was letztendlich den zweiten Gruppenplatz sicherte.
Wie schon beim Turnier in Bühlertal kam es im Halbfinale zum Derby zwischen dem VfB Bühl und dem SV Bühlertal. In einem technisch hervorragenden Spiel brachte der junge Philipp Keller den SVB mit 1:0 in Führung. Bühl machte Druck und hatte Chancen, aber zunächst wollte der Ausgleich nicht gelingen. Vor dem Bühlertäler Tor gab es einige turbulente Szenen und Bühlertal hatte Glück, dass ein Handspiel vom Schiedsrichter übersehen wurde. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Daniel Schmidt per Neun-Meter, Sener Hacalar war gefoult worden, dann doch das 1:1 für Bühl. Als man sich schon auf ein Neun-Meter-Schießen eingestellt hatte, schlug Bühlertal eiskalt zu. Moritz Keller war zehn Sekunden vor Schluss Schütze des umjubelten Siegtreffers und sicherte den Einzug ins Finale. Davor hatte Bühls Torhüter Steven Helmholdt zweimal in höchster Not gerettet. Helmholdt wurde mit großem Vorsprung zum besten Torhüter des Turniers gewählt.
Beim Neun Meter-Schießen um den dritten Platz zeigten sich die Bühler als gute Gastgeber und verschossen gleich drei Mal, so dass der FV Ottenhöfen sich Platz drei sicherte. Sehr spannend war auch das Finale zwischen dem SV Freistett und dem SV Bühlertal. Freistett ging früh in Führung und stemmte sich dann mit Glück und Geschick gegen die Bühlertäler Angriffe. Bühlertal machte gewaltig Druck und wurde in der Schlussminute belohnt. Erneut war es Johannes Pfeiffer, der das entscheidende Tor erzielte und sein Team ins Neun-Meter-Schießen brachte. Dort setzte sich Bühlertal letztendlich verdient durch.
VfB Geschäftsführer Rüdiger Müller übergab zusammen mit Tilo Trautmann und dem Sportausschussvorsitzendem Jörg Wojtal die Preise für die besten Spieler sowie den Siegerpokal an den SV Bühlertal. Müller bedankte sich bei Haner Sengül und Rolf Weil die als Turnierleiter für den reibungslosen Ablauf des Turniers sorgten. Auch die gute Leistungen der Schiedsrichter am ganzen Turniertag stellte Müller dankend heraus. Lediglich zwei Zeitstrafen mussten ausgesprochen werden, so dass sich alle Teams auch ein Lob für die faire Spielweise verdienten.
Tolle Arbeit verrichtete auch das 20-köpfige Helfer- und Bewirtungsteam um Thomas Strotz und Christian Voppichler, die für das leibliche Wohl der Mannschaften und der gut 500 Zuschauer sorgte. BB