Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn!

26. Februar 2018

Diese Überschrift ist ein Zitat von Konfuzius. Soweit mir bekannt ist, war der Mann ein lausiger Fußballspieler. Als Philosoph hingegen soll er ganz gut gewesen sein. Wie auch immer: der Satz stimmt und gilt auch für uns. Wir wollen nämlich am Ende möglichst weit oben stehen. Wie weit oben, entscheidet sich von Spiel zu Spiel. Und das erste Punktspiel der B1 des Jahres gegen Elzach war definitiv ein guter Beginn der Rückrunde.

Die Elzacher, die lange Zeit an der Tabellenspitze waren, sind eine Mannschaft, die sehr unangenehm zu spielen ist. Sie sind körperlich stark, selbstbewusst, schnell, haben einen herausragenden Stürmer und die zweitbeste Abwehr der Liga. Die beste haben wir. Das liegt zum einen an unserer immer aufmerksamen Viererkette, gegen die kein Gegner gerne spielt, und zum anderen an Torwart Eric Pech, der am Freitag die Fäden aus seinem genähten Ohr gezogen bekam, und am Samstag dann schon wieder gewohnt zuverlässig durch den Strafraum segelte. Auch der Rest der Mannschaft hat den Kampf großartig angenommen, und von der ersten Minute an klargemacht, dass es heute nur einen Sieger geben wird. Das ging vorne mit dem energischen Anlaufen des Gegners los, setzte sich im Mittelfeld fort, wo auch kein Zentimeter verschenkt wurde, und endete schließlich in der Abwehr, die nur eine einzige echte Elzacher Chance zuließ.

Nach und nach erkämpfte sich die Mannschaft ein deutliches Übergewicht und hätte bei einer besseren Chancenverwertung schon zur Halbzeit mit 2 oder gar 3:0 führen können. Diese völlig verdiente Führung fiel dann nachdem Max Zeus im Strafraum gelegt wurde und Jannik Steurer den fälligen Elfer wuchtig und absolut sicher verwandelte. Dass wir dann noch bis zur 80sten Minute um den Sieg bangen mussten, lag daran, dass die Konter und Angriffe nach dem 1:0 nicht konsequent und überlegt zu Ende gespielt wurden. So dauerte es bis zur letzten Spielminute ehe Florian „Flo“ Beyer nach einer feinen Einzelleistung den Sack zu machte.

Wobei „bangen“ das falsche Wort ist. Eigentlich hatte man nie das Gefühl, dass die Elzacher ein Tor schießen würden. Zu einfallslos agierten sie nur mit langen Bällen und waren spielerisch doch arg limitiert. Genau da setzt auch die Kritik an unserer Mannschaft an. Jungs, ganz klar, so ein Gegner muss natürlich bekämpft werden. Aber dann, wenn man merkt, dass man spielerisch überlegen ist, muss dieses spielerische Element auch in aller Ruhe auf den Platz gebracht werden. Das heißt zwischendurch das Spiel beruhigen, Kopf hoch, den Ball von Mann zu Mann laufen lassen, einfach souverän Fußball spielen und nicht nur Fußball kämpfen.

So, das reicht jetzt mal an Kritik. Wichtig ist, dass wir affengeil in diese Rückrunde gestartet sind! Weiter so! Tschakka!!!

SZ