A-Junioren Bezirksliga, 1. Spieltag, SG Bühl-SG Ötigheim 2:2 

18. September 2018

Auch diesen Bericht möchte ich mit einem Zitat beginnen:

Am Ende der Meisterschaft steht man dort, wo man hingehört!“

Das hat Meistertrainer Otto Rehagel mal gesagt. Und auch diesen Satz kann man nur unterschreiben. Denn während einer Saison kann man mal Glück und mal Pech haben, aber nicht 22 Spieltage lang. Am Ende entscheiden Klasse oder eben fehlende Klasse über die Platzierung. Ich glaube, dass wir die Klasse haben, um diese Saison ganz vorne mitzuspielen, auch wenn wir das im ersten Spiel noch nicht gezeigt haben.

Vor dem Spiel haben unsere Jungs in der Kabine regelrecht mit den Hufen gescharrt. Heiß wie Frittenfett ist eine passende Beschreibung. Zu heiß vielleicht. Denn zwar waren alle bereit, alles zu geben, aber sie wollten zu viel auf einmal und sie wollten es zu schnell. Da wurde zwar gerannt und gekämpft, aber darüber das Fußballspielen, Betonung auf „spielen“, vergessen. Und dann waren da auch noch die Ötigheimer, die leidenschaftlich dagegengehalten haben. Das ist eine gute Mannschaft, mit schnellen, wendigen Stürmern, einer stabilen Abwehr und einem kompakten Mittelfeld. Die muss man erst mal schlagen. Und das gelingt nur, wenn man die Ruhe bewahrt, und nicht wie wir in eine hektische, meist ziellose, Betriebsamkeit verfällt. Da wurden Pässe über 10 Meter ins Aus statt zum Mitspieler gepasst, da sind Spielern Bälle versprungen, die sie normalerweise blind verarbeiten, da wurden so viele Stockfehler gemacht, wie in der gesamten Saisonvorbereitung zusammen nicht. Und auch nachdem die erste sehenswerte und gut gespielte Kombination von uns zum 1:0 durch Sanel Mujic führte, wurde es nicht besser. Es kehrte einfach keine Ruhe ein. Eine Spitzenmannschaft lässt gegen solche unangenehmen Gegner den Ball laufen und wartet geduldig auf ihre Chance, immer in dem Wissen um die eigene Stärke. Und das müssen wir schleunigst lernen. Denn sonst passiert uns so etwas wie der zweimalige Ausgleich zum 1:1 und, nach unserer Führung durch Marvin Meier, zum 2:2 noch öfter. Klar, der Elfmeter gegen uns war keiner, und dass das zweite Ötigheimer Tor in der 90. Minute fiel, war auch unglücklich. Aber das zählt alles nicht, denn am Ende der Meisterschaft steht man dort, wo man hingehört.

SZ