A-Junioren weiter erfolgreich

22. Oktober 2018

SG Bühl-Rastatter JVF 4:1

Das Ziel unserer „Englischen Woche“ waren ganz klar 9 Punkte. Aber 3 Spiele in 6 Tagen sind auch für so junge Kerle, die voll im Saft stehen keine Kleinigkeit. Deshalb waren wir Trainer gespannt, wie unsere Spieler Spiel 2 gegen den Rastatter JFV angehen würden. Kontrolliert und mit dem Fuß auf der Bremse, um nicht zu viele Körner liegen zu lassen (Okay, ich zahle 5 Euro ins Phrasenschwein, respektive die Mannschaftskasse), oder Vollgas? Um es vorwegzunehmen, es war eine Mischung aus beidem und sie haben es sehr gut gemacht. Das war auch nötig, denn die Rastätter waren ein äußerst unangenehmer Gegner, der zwar spielerisch nicht viel zu bieten hatte, außer den in der Liga üblichen langen Bällen, der aber auch bis zum Schluss unglaublich engagiert kämpfte und rannte. Allein der Mittelstürmer aus Rastatt ist während des Spiels gefühlt einen Halbmarathon gelaufen. Und zwar im Sprint. Unglaublich! Unsere Abwehr-Dreierkette hat sich davon aber nicht beunruhigen lassen und clever und elegant von hinten rausgespielt. Auch in Mittelfeld und Sturm lief der Ball sehr gepflegt. Und so wurden dann auch reichlich Chancen kreiert (Ja, noch ein Fünfer). Die Chancenverwertung allerdings war nicht ganz so gut. Deshalb dauerte es auch bis zur 35. Minute, bis unser „Mister 100 Prozent“ Adem Güney seinen nächsten Strafstoß sicher verwandelte. Auch das 2:0 war ein Standard, Jannik Steurer versenkte einen Freistoß humorlos und trocken. Dem dritten Tor ging eine Kombination fürs Lehrbuch voraus. 2 Doppelpässe auf unserer linken Abwehrseite, schnelles Überbrücken des Mittelfelds, Diagonalpass auf den rechten Flügel, Ball in den Lauf gespielt, Abschluss, Tor. Großartig! Der Torschütze, Loris Frey, ein gebürtiger Altschweirer, wuchs nach der Aktion um 10 Zentimeter, so stolz war er. An dieser Stelle noch ein Dank an die Altschweirer, die uns kurzfristig ihren Platz zur Verfügung stellten, nachdem das Jahnstadion wegen Unbespielbarkeit gesperrt worden war. Auch das 4:0 durch Iven Engelhardt war absolut sehenswert. Fazit: Gut gemacht Jungs, trotz Englischer Woche seid ihr dahin gegangen, wo es weh tut. (Phrasenschwein die 3. Ja ich zahle!) 

 

SG Eisental-SG Bühl 1:7

Die Kurzzusammenfassung dieses Spiels lieferte nach dem Schlusspfiff der Eisentäler Trainer: Zitat „Eure Mannschaft ist einfach eine ganze Klasse besser.“ Mehr ist zu diesem Spiel eigentlich nicht zu sagen. Na ja, ein bisschen was vielleicht schon noch. Es war ein lauer Sommernachmittag mitten im Oktober. 26 Grad, blauer Himmel und ein toller Rasen. Beste Voraussetzungen für ein tolles Fußballspiel. Dazu gehören aber nun mal zwei. Und unsere Spieler merkten sehr schnell, dass die SG Eisental nichts aber auch gar nichts wollte. Hinten so gut wie möglich dicht machen, den Ball aus der Gefahrenzone prügeln und darauf hoffen, dass der liebe Fußballgott ein Tor für die eigene Mannschaft vom Himmel fallen lässt. Das ist legitim, wenn man so unterlegen ist. Und es ist auch legitim, dass unsere Jungs die Sache dann nicht ganz so engagiert angingen. Zumal es nach 14 Minuten schon 2:0 stand (Tore Florian Beyer, Nicolas Weis). Dann gibt man halt nur noch 80 statt 100 Prozent, spielt den Pass mal ein bisschen lässiger, läuft ein bisschen weniger. Und so wurde es ein typischer Sommerkick, in dem wir noch 5 weitere Tore machten (Florian Beyer, Art Shala 2, Philipp Jörger, Marvin Meier) und ein unnötiges Gegentor kassierten. Aber soll man das kritisieren? Nein. Alles gut Jungs. 3 Spiele in 6 Tagen und 9 Punkte. Besser geht´s nicht.   

 

SG Bühl-SG Sandweier 3:0         

Ligaspiel Nummer 7, Sieg Nummer 6, Torverhältnis 30:4, Tabellenplatz 1. 

Alles prima also? Im Prinzip ja. Wobei man sagen muss, dass gegen Sandweier– Achtung Wortspiel! – Sand im Getriebe war. Nicht so, dass es völlig unrund lief, aber es knirschte an manchen Stellen doch ganz schön. Zugegeben, auch dieser Sieg war nie ernsthaft gefährdet, aber die Mannschaft agierte doch ein wenig nachlässig. Oft fehlte die richtige Passschärfe, oder die Zuspiele in die Spitze waren ungenau, es gab schlampige Ballmitnahmen, unnötige Ballverluste, vor dem Tor waren wir nicht konsequent genug, die Laufarbeit war auch nicht das Gelbe vom Ei, und, und, und. Klar, am Ende stand ein 3:0 durch Tore von Jonas Schneider, Adem Güney und Nicolas Weis, und die Spieler fragten nicht zu Unrecht: „Was wollt ihr eigentlich? Wir gewinnen doch.“ Schon richtig, aber in dieser Einstellung, die nachvollziehbar und menschlich ist, liegt auch eine große Gefahr. Wenn ich mich dem Niveau meiner Gegner zu sehr anpasse, kann ich dann, wenn einmal ein dicker Brocken kommt oder es in einem Spiel eng wird, den Hebel nicht so einfach umlegen. Das geht nicht! Ich habe es an anderer Stelle schon mal geschrieben, wenn ich in Training und Spiel immer nur 90 Prozent gebe, kann ich die fehlenden 10 Prozent nicht aus dem Stand von jetzt auf gleich draufpacken. Keine Chance! Deshalb Jungs geht jedes Spiel mit der richtigen einhundertprozentigen Einstellung an. Und wenn dieGegner es euch zu einfach machen, dann seht die Spiele als Möglichkeit euch zu verbessern, Dinge auszuprobieren und etwas zu riskieren. Außerdem macht es doch auch viel mehr Spaß einen Gegner mit Lust und Laune auseinanderzuspielen, als das Programm Pflichterfüllung abzurufen. Also, nicht nachlassen Männer!

SZ