Mentalität

24. September 2019

Bezirksliga, 2. Spieltag:  SG Bühl – SG Würmersheim 2:1

Tore: Alessandro Jacobs, Marvin Meier

Fangen wir an mit einem Zitat von Marco Reus gegenüber einem Journalisten nach dem Unentschieden des BVB in Frankfurt: „Eure Mentalitätsscheiße geht mir so auf die Eier.“ Gemeint hat er damit, dass man nicht alles immer auf die Mentalität schieben sollte. Und schon sind wir bei unserem Spiel. Denn da kam es sehr wohl auf die Mentalität an. Und auf den Charakter natürlich. Unser Headcoach Frank Steurer ist ja Lehrer, deshalb in diesen beiden Fächern zweimal eine klare Note 1 für die Mannschaft. Mit großer Leidenschaft wurde gearbeitet, gekämpft und jeder Zentimeter Rasen im Hägenich verteidigt. Das war toll mit anzuschauen. Und trotzdem war es eine Zitterpartie, denn der Gegner aus Würmersheim war ähnlich drauf. Und so wogte das Spiel hin und her, und her und hin. Das 1:0 durch Alessandro „Totti“ Jacobs in der 19. Minute war Ausdruck unserer spielerischen Überlegenheit, gab der Mannschaft aber nicht die erhoffte Sicherheit. Und so wuchs uns Trainern und den zahlreichen Zuschauern (über 100!) so manches graue Haar. Nach dem 2:0 durch Marvin Meier in der 81. Minute dachten wir alle, die Wiese ist gemäht und grauer werden die Haare jetzt nicht mehr. Doch das postwendende 1:2 (82. Minute) ließ uns dann wieder zittern bis zum Schluss. Mentalität und Charakter waren also top, spielerisch war es aber nur eine 3. Zu oft hatten wir einen schlechten 1. Kontakt (das müssen wir noch mehr trainieren, Männer!), zu selten wurde das Spiel beruhigt, und zu überhastet kamen viele Pässe in die Spitze. Ruhig bleiben, Jungs. Lasst Ball und Gegner laufen, das macht vieles einfacher. Dennoch war es eine Leistung, auf die man aufbauen kann. Erschreckend war hingegen die Leistung des Schiedsrichters. Ich will hier jetzt kein Schiri-Bashing betreiben. Aber selten habe ich jemanden gesehen, der so zögerlich pfeift. Keine klaren und eindeutigen Gesten, so dass beide Mannschaften eigentlich nie wussten, für wen es Freistoß oder Einwurf gibt. Das hat dem Spiel extrem geschadet und beide Mannschaften total verunsichert. Nach dem Spiel habe ich ihn darauf angesprochen und gesagt, dass er einfach kräftiger und lauter pfeifen muss. Seiner Antwort ist nichts mehr hinzuzufügen: „Also ich empfinde es als laut, weil die Pfeife ist ja ganz nah an meinem Ohr.

SZ