„Willkommen in der Rückrunde“ Teil 2

5. April 2019

SG Bühl – SG Weisenbach 4:1

Tore: Jonas Wormuth, Philipp Jörger, Nicolas Weis, Florian Beyer

Eigentlich müsste die Überschrift heißen: „Willkommen bei den Betonanrührern“. Denn genau das war es, was die Mannschaft aus Weisenbach gemacht hat: Beton angerührt. Stahlbeton um genau zu sein. Vorne eine einsame Spitze, und hinten eine Vierer- und eine Fünferkette, die auch schon mal zur Neunerkette im Strafraum wurde. Auf diese Spielweise, vielmehr Anti-Spielweise denn mit Fußball spielen hat das ja nichts zu tun, wird sich unsere Mannschaft auch in den nächsten Spielen einstellen müssen. Allerdings sollte sie das besser tun, als in diesem Spiel. Solche Abwehrriegel knackt man nämlich nicht mit behäbigem Ballgeschiebe, wenig Laufbereitschaft und viel zu vielen Ballkontakten. Hier sind andere Dinge gefragt. Mit schnellen Passfolgen Ball und Gegner laufen lassen, wenig Kontakte, sich immer wieder freilaufen und anbieten, und vor allem: miteinander spielen. All das aber haben wir nicht getan. Stattdessen hatte man den Eindruck, dass jeder für sich spielt. Da wurden die kompliziertesten langen Diagonalpässe geschlagen, da wurde drei, vier, fünf und auch sechsmal aufgezogen, nur um dann in ein sinnloses Dribbling zu gehen, und da wurde auch viel zu wenig geschossen, sondern eher versucht, den Ball ins Tor zu tragen. Jungs, ihr habt nicht 4:1 gewonnen, weil ihr so toll gespielt habt. Nein! Weisenbach war extrem schwach, und wir haben – Fußballgott sei Dank – Spieler, deren individuelle Klasse so groß ist, dass es gegen so einen Gegner halt reicht. Auf jeden Fall darf dieses Spiel nicht die Blaupause für die Rückrunde werden. Wir müssen schleunigst wieder unsere Leichtigkeit der Vorrunde und den Spaß am Spiel wiederfinden. Das gilt ganz besonders, nachdem in der Meisterschaft durch die Ötigheimer Niederlage in Würmersheim wieder alles offen ist.        

SZ