Zwei Siege der A-Junioren

10. Oktober 2018

SG Bühl – SV Sinzheim 2 3:0

Ein Spiel gegen Sinzheim ist immer etwas besonderes. Dabei ist es egal, ob es gegen die A1 oder die A2 geht, so ein Derby will man einfach gewinnen. In der Vorbereitung klappte das beim 2:0 gegen die A1 sehr gut. Wer jetzt gedacht hatte, dass die zweite Sinzheimer Mannschaft dann ja bestimmt überhaupt kein Problem sein würde, wurde eines besseren belehrt. Aggressiv in den Zweikämpfen, laufstark und mit einer gepflegten Spieleröffnung ging unser Gegner das Spiel an, auch das intensive und sehr hohe Pressing war von uns so nicht erwartet worden. Allerdings zeigten sich unsere Jungs nur kurz beeindruckt und reagierten dann in einer von beiden Seiten sehr ansprechend geführten 1. Halbzeit genau richtig. Sie blieben ruhig, ließen Ball und Gegner laufen, kombinierten immer wieder sehr schön über die Flügel, und bekamen so nach und nach Spiel und Gegner in den Griff. Das 1:0 durch Adem Güney in der 35. Minute gab noch mehr Sicherheit, und als er in der 43. Minute dann auch noch auf 2:0 erhöhte, war die Sache eigentlich gelaufen. Umso unerklärlicher ist der Leistungsabfall in der 2. Halbzeit. Der Sieg war zwar nie gefährdet, aber mehr als das 3. Tor durch Nicolas Weis sprang nicht mehr heraus. Zu fahrig, zu unkonzentriert und teilweise auch zu lässig wurde das Ding heimgeschaukelt. Jungs, schaukeln könnt ihr auf dem Spielplatz. Auf dem Fußballplatz heißt es 90 Minuten voll da sein, sonst kann so was auch mal nach hinten losgehen. Aber es ist ja gut gegangen. Deshalb möchte ich auch mit einem leicht abgewandelten Sprichwort aus dem Raum Baden-Baden enden: Erbse, Bohne, Linse, nur kei Punkte für Sinze.              

SG Söllingen – SG Bühl 0:6

Es ist nicht einfach, die Spielstärke seiner Gegner einzuschätzen, wenn man neu in einer Liga ist. Die Frage lautete also auch diesmal: Was ist heute drin in der Wundertüte Bezirksliga? Zumal der 2000/2001er Jahrgang der SG Söllingen in den vergangenen Jahren immer recht spielstark war und gute Ergebnisse erzielte. Mit entsprechend gemischten Gefühlen machten wir uns auf den Weg dorthin. Diese gemischten Gefühle verwandelten sich dann nach dem Anpfiff ganz schnell in eine leichte Entspannung. Das lag an der Art und Weise wie unsere Spieler von Anfang an Ball und Gegner beherrschten. Das war sehr souverän und sicher, vor allem auch spielerisch. Das erste Tor durch Marvin Meier war die logische Konsequenz unserer Überlegenheit. Und bis etwa zur 25. Minute lief das Spiel auch genauso weiter. Allerdings waren wir beim letzten Pass und vor dem Tor nicht konsequent genug. Und plötzlich spürten die Söllinger, dass da vielleicht doch was geht. Wir hatten Glück bei zwei sehr knappen Abseitsentscheidungen, und bei der Halbzeitansprache waren die Gefühle dann wieder eher gemischt. Das schnelle 0:2 durch Philipp Jörger in der 47. Minute beruhigte die Sache aber und gab unseren Spielern enorme Sicherheit. Die 5 Tore in 28 Minuten durch Art Shala, Adem Güney, nochmal Philipp Jörger und Max Zeus waren deshalb auch völlig verdient. Ein großes Lob an die Mannschaft, die das sehr clever und gut gemacht hat. Kleiner Wermutstropfen: die hektische Schlussphase in den letzten 10 Minuten, als ein paar Söllinger meinten, ihren Frust durch treten ohne jeden Verstand am Gegner auslassen zu müssen. Auch bei uns blieben leider nicht alle ruhig. Jungs, wenn die Messe gelesen ist, muss man nicht mehr singen. Da reicht es, den Ball laufen zu lassen, Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen und ruhig und besonnen zu bleiben. Ansonsten gilt: macht weiter so!

SZ